[a mit kringel]

elche sind das neue sylt

halbzeitbilanz

heute vorgestern (man kommt ja zu nix) vor zwei monaten betrat ich schwedisches hoheitsgebiet. und während bei den müden wurstzipfeln in bremen und anderswo die uni gerade mal wieder angeschmissen wird, hab ich hier schon die hälfte meiner zeit in göteborg verbracht und die erste semesterhälfte beinahe überstanden. zeit für eine zwischenbilanz.

einerseits sind zwei monate ja gar nicht so viel. kommen mir gar auch gar nicht so lang vor, weil es war ja bisher ziemlich kurzweilig hier. andererseits können zwei monate ne menge sein. die neuen eindrücke, erlebnisse und menschen die man in so kurzer zeit hirntechnisch erstmal verarbeiten muss, reichen locker für ein vielfaches der zeit.

am anfang war man natürlich in erster linie tourist und man fühlte sich auch so. die avenyn hoch und runter rennen, in haga nen kaffee trinken, mal auf ne schäre fahren oder im ullevi schwedens fußballnationalmannschaft frankreichs l’équipe tricolore fast besiegen sehen.

irgendwann hielt dann eine art alltag einzug. das uni-system mit den thematischen vier-wochen-kurs-blöcken find ich nach den ersten zwei kursen einigermaßen erwartungsgemäß ziemlich gut. was allerdings einigermaßen ungut ist, ist der workload innerhalb der einzelnen kurse. der dürfte zwar verglichen mit deutschland nicht anders berechnet werden, so wird aber durch das kompakte system leistung viel konzentrierter abgefragt, was zumindest bei mir schon in der ein oder anderen nachtschicht endete (diese verdammten paper…).

aus dem grund hab ich jetzt, nachdem die anforderungen für meinen ursprünglich letzten, über zwei monate laufenden kurs bekannt gegeben wurden, eben diesen aus meinem programm gekickt und durch einen anderen, einmonatigen ersetzt. das bedeutet, mal abgesehen vom bis anfang dezember gehenden schwedischkurs hab ich den november frei. diese entzückende tatsache werd ich deshalb am 31.10. mit einer tagestour nach oslo genüsslich zelebrieren.

anfängliche schwierigkeiten, in schweden schwedisch zu sprechen, haben sich zwar durch die möglichkeit dies zumindest im sprachkurs zu tun, ein bisschen gelegt. dennoch bleibt es schwierig. versuche mit tandempartnern waren nur mäßig erfolgreich, weil diese in der regel so fließend deutsch gesprochen haben, dass man nur noch ungern mit seinem gebrochenem rustikalschwedisch wörter in die welt setzen wollte.

das ganze erasmus-ding ist allerdings schon ziemlich nett, sobald man sich jedenfalls von dem ewigen party-zwang freimachen kann. mit franzosen über bildungssysteme, mit finnen über musik, mit engländern über sprache zu reden, oder überhaupt mal einen isländer in freier wildbahn zu sehen, das kann man halt nicht überall.

es wird auf jeden fall spannend, was die zweite halbzeit so bringen wird. heute hab ich zum beispiel gelernt, dass es ein schwedisches pendant zu „denglisch“ gibt, nämlich „svengelska“. na wenn das nix ist…

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Einsortiert unter:Das Erasmus

3 Responses

  1. Lena sagt:

    wörter in die welt setzen, schön gesagt:) svengelska gefällt mir auch. gibt ne menge neuen kram hier bei den „wurstzipfeln“ in bremen!bis in 2 wochen…

  2. Ingrid sagt:

    Hey Max,

    Grüße an meine Freundin Mette in Oslo.
    Oslo ist eine wirklich schöne Stadt… ich beneide
    dich ja so!

    Mama

  3. […] göteborg, von dem man – ähm – auch schonmal gehört hat, am rande vielleicht. nach dem schon halbzeitanalyse betrieben wurde, wird hier nun final […]

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